Einzelheiten
Übersicht - Stammdaten
Infanterie
Die Infanterie-Regimenter wurden im November 1942 in Grenadier-Regimenter umbenannt. Rgts.Radf.Züge waren 1944 z.T. Reiterzüge. Bei jedem Infanterie-Regiment fiel schon ab Frühjahr 1942 je ein Bataillon aus Personalmangel fort (I./283, I./284 und III./287). Im Mai 1944 wurden III./283 in I./283 und III./284 in I./284 umbenannt. Weitere vorübergehende Auflösungen von Einheiten wegen hoher Verluste sind in der Divisionsgeschichte erwähnt, sie waren nur Notmaßnahmen. Das G.R.283 wurde im April 1945 aus dem gleichem Grund auf die beiden anderen Regimenter verteilt.
Die Grenadierkompanien erhielten 1941 ein Soll von 16 le.M.G. und 2 le.Gran.W., die M.G.Kompanien erhielten zusätzlich 4 m.Gran.W. Die Gran.Werfer.Kompanien der Regimenter wurden 1941 auf die M.G.Kompanien verteilt, die Regimenter erhielten Inf.Gesch.Kompanien von der 246.Inf.Div. (Wehrkreis XII) und zwar kamen 13./283 vom I.R.313, 13./284 vom I.R.352 und 13./287 vom I.R.404.
Die Panzer-Jäger-Kompanien der Regimenter wurden 1941 teilweise, ab 1943 ganz motorisiert. Sie erhielten ab 1942 allmählich 5-cm und 7,5-cm bzw. 7,62-cm-Pak, 1944 zeitweise bespannt. Die leichten Infanterie-Kolonnen wurden im März 1944 an den Divisions-Nachschub-Führer zur Aufstellung einer Fahrkolonne abgegeben.
Die Regiments-Musik 287 wurde 1943 abgegeben, die Regiments-Musik 284 trat zum Divisionsstab.
Füsiliere
Das Füs.Btl.96 wurde im Herbst 1943 aufgestellt aus Radf.Schw., Abgaben der Grenadier-Regimenter und Ersatz. Das Bataillon musste 1944 wegen zu geringer Ist-Stärke zeitweise einem Grenadier-Regiment zugeteilt werden. Im März 1945 wurde es endgültig aufgelöst.
Feld-Ersatz-Bataillon 196
Das FEB 196 wurde im Herbst 1943 aufgestellt und sollte Ersatz aus der Heimat frontnah ausbilden um entstehende Verluste schnell aufzufüllen, außerdem sollten dort Unterführer geschult werden. In Notzeiten ab 1944 wurde das Bataillon wiederholt als Kampftruppe eingesetzt, im März 1944 bei Jampol aufgerieben, im Mai 1944 neu aufgestellt, bis Anfang September verbraucht und ab September durch Stammpersonal neu aufgestellt.
Artillerie
Die Artillerie wurde 1941 auf deutsche Geschütze l.F.H. 18 (10,5-cm) bzw. s.F.H. 18 (15-cm) umbewaffnet.
Panzer-Jäger-Abteilung
Die Pz.Jg.Abt.196 (bis März 1940 als Panzer-Abwehr-Abteilung bezeichnet) gab 1940 die 1. und 2. Kompanie an die Pz.Jg.Abt.290 ab und erhielt dafür 1941 die 3./Pz.Jg.Abt.198 als 2.Kompanie. 1941 bestand die Abteilung aus Stab, 2. und 3.Kompanie, außerdem unterstellt die Radfahr.Schw.Abt.196 (wurde auch als „Schnelle Abt.196“ bezeichnet). Im Oktober 1943 wurde der Stab und die 2.Kompanie an die Pz.Jg.Abt.752 abgegeben, die verbleibende 3.Kompanie wurde erst ab Herbst 1944 zur neuen Pz.Jg.Abt.196 ergänzt. Im Sommer 1944 trat die 2./Zerst.Abt.473 als Sturmgeschütz-Abt.1196 in Kompaniestärke zur Division, wurde im Oktober zur 2./Pz.Jg.Abt.196 und die neue 2-cm Flak-Kompanie zur 3./Pz.Jg.Abt.196 umbenannt.
Pionier-Bataillon
Das Pi.Btl.196 gab 1941 die Brückenkolonne ab und erhielt stärkere Bewaffnung für infanteristischen Einsatz.
Divisions-Nachschub-Führer
Der Stab Div.Nachsch.Fhr. wurde im Herbst 1944 Stab des Versorgungsregiment 196. Im Herbst 1943 wurden die Kraftf.Kol. zur Kraftf.Kp. und die Fahrkolonnen zu 2 Fahrschwadronen zusammengefasst.
Sanitätsdienste
Das Feldlazarett 196 wurde im Herbst 1943 abgegeben, die San.Kp.2/196 und ein Kr.Kraftw.Zug im August 1944. Die San.Kp.1/196 wurde gleichzeitig voll motorisiert.
Überplanmäßige Einheiten und Waffen
Für infanteristischen Einsatz in Notlagen bestanden zeitweise: Artl.- oder Kanonier-Kp., Nachr.-Schützen-Kp., Alarm-Kp. aus Trossen und Kolonnen, Urlaubern und Versprengten anderer Truppenteile und dergleichen, ein Div.Jagd.Kommando oder Div.Jagd.Schwadron besonders für Partisanenbekämpfung, eine 4.(Ostland)Kp. beim Pi.Btl.196 für Arbeitszwecke, ferner Unterführer- und sonstige Lehrgänge, Div.-Erholungsheim und rückwärtige Pferde-Erholungs-Depots. In Stellungskriegszeiten wurden häufig zusätzliche M.G.. Gran.Werfer, Pak und Geschütze aus Beutebeständen eingesetzt.
Kraftfahrzeugausstattung
Die Kraftfahrzeugausstattung der Division war uneinheitlich. 1941 bestand sie hauptsächlich aus Beutefahrzeugen. Einen voll befriedigenden Zustand hat sie nie erreicht.