1.4. Der Tod des Div.Kdr. und Ablösung der Div.
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Herbst 1942
Nach erfolglosen kleineren Angriffen der Russen an der „Fidelen Laus“ und am Sappenkopf im ersten Drittel des September waren auch bei der rechts benachbarten 217.Inf.Div. am 16.09. feindliche Angriffe abgewiesen worden.
Anfang Oktober erhielt die Division den Vorbefehl zur Herausziehung aus ihrer jetzigen Front zu anderer Verwendung. General v. Schleinitz fuhr zum Korps zur Besprechung und verunglückte auf der nächtlichen Rückfahrt mit seinem Begleitoffizier Oberleutnant Koch tödlich. Der Tod dieses allseitig verehrten Divisionskommandeurs war für die 96.Inf.Div. ein schwerer Verlust. Mit allen militärischen Ehren fand er seine letzte Ruhe unter seinen Soldaten auf dem kleinen Ehrenfriedhof des I.R.287, unweit von dessen Regimentsgefechtsstand.
Das Grab von Generalmajor Freiherr von Schleinitz auf dem Friedhof des I.R.287 bei Maluksa. Herbst 1942 (Bild 12 im Register)
Einige Tage später übernahm Oberst Noeldechen die Division. Der Befehl für die neue Verwendung wurde zurückgezogen. Inzwischen hatte das I.R.287 in Oberstleutnant Dorff seinen neuen Kommandeur erhalten.
Der Ausbau der Stellungen, Bunker, Feuerstellungen, Wege und Trosslager wurde mit der Zeit immer besser. Längst hatte jedes Bataillon seine Bade- und Entlausungsmöglichkeiten, zum Teil sogar Saunen bei den Gef.Std., die der Mann aus der vordersten Linie jede Woche einmal auf- suchen konnte.
Die Infanterieregimenter wurden im November in Grenadieregimenter umbenannt, ihre Pz.Jg.Kp. erhielten je einen Zug 7,5cm-Pak zu den 5cm- Pak hinzu, denn die 3,7cm-Pak waren dem russischen T-34 nicht gewachsen.
Am 01.11. traf überraschend der Vorbefehl für die Ablösung durch die 121.Inf.Div. ein. Die Ablösung zog sich bis zum 12.11. hin. Nach regen- nassen Tagen trat um den 05.11. plötzlich starker Frost, tags 10-15 und nachts 20 Grad unter Null, ein. Die Schlammwege erstarrten ohne Übergang mit 30-50 cm tiefen Wagenspuren und machten alle Marschbewegungen außerordentlich beschwerlich für Mann und Pferd. Die Bahn- strecke Maluksa – Mga wies mit ihrem einen Eisenbahnzug nur eine ganz geringe Transportleistung auf, so dass große Teile der Division auf den Fußmarsch angewiesen waren. Dazu störte der Russe mit Bomben und Artilleriefeuer, wodurch Verluste eintraten, wobei Leutnant Kahle (6./A.R.196) fiel.