96.ID: Geschichte
Übersicht - Divisionsgeschichte
Übersicht - Kapitel VI
Kapitel VI - 2 - Unterseiten
Nach viermonatigem, pausenlosen Kampfeinsatz hätten die Watzmänner eine Ruhe- und Auffrischungszeit wohl verdient gehabt, auch die Eingliederung des Ersatzes und die Wiederaufstellung einiger Verbände abgesetzt von der Front leichter und zweckmäßiger durchführen zu können. Die Verluste am Dnjestr und an der Strypa waren in Anbetracht der geringen Stärken recht erheblich gewesen. Auf dem HVP der San.Kp.1/196 in Sokolow waren in diesen Wochen wieder 430 Verwundete behandelt worden, daraus lässt sich die Zahl der Gefallenen auf etwa 120 schätzen. Sie hatten wirklich Grund, enttäuscht zu sein, als kurz nach der Ablösung durch die Ungarn auch schon wieder Marsch- und Transportbefehle eingingen.
Nachdem der russische Durchbruch zwischen Heeresgruppe Südukraine und Heeresgruppe Nordukraine sowie ein Stoß durch die Karpaten nach Ungarn vereitelt waren, rechnete die höhere Führung mit einem großen Angriff des Gegners beiderseits der wichtigen Eisenbahn- und Straßen- verbindung Tarnopol, Jezierna, Zborow, Zlozow, Lemberg. Nachdem es nicht gelungen war, den Russen am Serethabschnitt mit seinen zahl- reichen See- und Sumpfhindernissen zum Stehen zu bringen und am 15. April auch das eingeschlossene Tarnopol nach tapferem Widerstand gefallen war, erwartete Feldmarschall Model diesen Angriff bald und schob daher weitere Infanteriedivisionen in die Front ein, während er Panzer- und motorisierte Verbände hinter der Front bereitstellte. Starke Artillerieverbände, darunter die 18.Artilleriedivision des Generalleutnants Toholte, wurden hier eingesetzt. So kam es zu dem frühzeitigen Verschieben der 96.Inf.Div. nach Norden zur 4.Panzerarmee unter Generaloberst Harpe, wo sie dem XXXXVIII. Panzerkorps des Generals d. Pz.Tr. Balck unterstellt wurde.