1.1. Der neue Kampfraum

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Der neue Einsatzraum

Das Gelände in neuen Einsatzraum war grundverschieden zu dem der letzten zwei Jahre und erforderte daher eine grundsätzlich andere Kampf- führung, auf die sich die Truppe und Führer nach so langem Kampf in Wald und Sumpf neu einstellen mussten. Im Wesentlichen war es flach- welliges Höhengelände mit Höhenunterschieden zwischen 30 und 60 Metern. Die meist kleineren Wasserläufe liefen im allgemeinen von Westen nach Osten und hatten zum Teil versumpfte Ufer. Größeres Waldgelände erstreckte sich nördlich von Bahn und Straße und kam fast nur dem Feind zugute. Im eigenen Einsatzraum fehlten meist selbst kleinere Waldstücke. Einen gewissen Ausgleich an Deckungsmöglichkeiten boten nur die zahlreichen Bauerndörfer. Bedeutungsvoll für die Kampfführung war der Höhenrücken, der sich gleichlaufend zu Bahn und Straße von südlich Schepetowka bis nördlich Labun erstreckte.

Lage bei der Heeresgruppe Süd - Januar 1944

Aus der Gegend Rowno mit Anschlüssen von den Bahnknotenpunkten Lemberg, Warschau und Brest-Litowsk lief hier bei Schepetowka eine Bahn nach Osten mit Abzweigungen nach Odessa, Kriwoi Rog, Dnjepropetrowsk und Kiew, also eine für beide Parteien sehr wichtige Strecke. Neben ihr her lief die große Straße von Lemberg nach Kiew. Schepetowka selbst war ein Bahnknotenpunkt, wo Bahnen von Tarnopol, Proskurow und Nowograd Wolynsk auf die Hauptstrecke stießen. So lag es auf der Hand, dass um diesen Raum heftig gekämpft werden musste.

Kampfraum Schepetowka - Labun

Karte 10 im Register

Schepetowka - Polonnoje - Labun

Von Schepetowka bis Polonnoje (30km) zog sich nördl. der Bahn ein unübersichtliches Waldgelände von 8 bis 12km Tiefe hin, das dem Russen wertvolle Tarnungsmöglichkeiten bot. Gleichlaufend zur Bahn und Straße, etwa 3km südlich davon, zog sich ein kahler, welliger Höhenrücken mit Höhenzahlen um 300 bis 311 hin, der in den nächsten acht Wochen eine entscheidende Rolle spielen sollte. Er überragte das Gelände an der Straße und der Bahn um etwa 25 bis 40 Meter.

Im Zuge der Straße lagen die Ortschaften Schepetowka, Ssudilkoff, Traulin, Chrolin, K(N)owitschi, Nitschpaly und Polonnje. Am Nordrand des Höhenrückens befanden sich die Dörfer Belokrinitsche, Bolschaja-Medwedewka, Sheludki und Rogowitschi und an seinem Südrand Gorodisch- tsche, Sseredinzi, Beresna-Tatarskaja, Belaja-Reschnewka, Ssoschki, Kalenitschi und Kochanowka. 4km südlich des zuletzt genannten Ortes lag in dieser Zeit die heiß umstrittene Ortschaft Labun am Chomorafluss.