1.1. Abgaben von der Newafront

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Übersicht - Kapitel III

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Inzwischen hatte der Russe seine Gegenoffensive auch an der Nordfront aufgenommen; sein Hauptdruck lag an der Wolchowfront, wo im ein tiefer Einbruch gelang. Er durchschnitt die Rollbahn von Nowgorod nach Tschu- dowo und drang tief in das Wald- und Sumpfgebiet, das die Watzmänner im August 1941 durchzogen hatten, erzielte auf die wichtige Bahn- und Straßenverbindung Pleskau-Luga-Krasnowardeisk, also auf die Lebensader der 18.Armee, er zielte auf Ljuban, um dort im Verein mit den über die Bahn Mga-Pogostje-Schala-Kirischi an- greifenden roten Kräften die deutschen Divisionen der Wolchowfront einzukesseln. Dann sollte die 18.Armee zur Aufgabe der Einschließung von Leningrad gezwungen werden. Das Ganze ein Teilstück der russischen Winter- offensive, die die deutsche Ostfront zertrümmern sollte. Aber Stalin hatte die Kraft der deutschen Wehrmacht ebenso unterschätzt wie Hitler die seine. Hier im Norden war General Lindemann der Truppenführer, der auch eine solche Lage zu meistern verstand, und die Truppe war in seiner Hand das Instrument, stahlhart und bis zum Letzten ausdauernd, das ihn dazu befähigte.

17.01.1942
Das II./I.R.287, verstärkt durch die 13./I.R.287, wurde an die Wolchowfront zur 126.Inf.Div. abgegeben. Zur weiteren Verstärkung wurde die 9.Ski.Bttr. des A.R.196 und ein Pionierzug mit Freiwilligen der 3./Pi.Btl.196 be- stimmt.

19.01.1942

Zusätzlich wurde das II./I.R.284 als Reserve des XXVIII.A.K. herausgezogen und rollte bei 30 Grad Kälte im LKW-Transport ab.

24.01.1942

Die Tiefsttemperatur des Winters wurde mit -52 Grad Celsius erreicht.

26.01.1942

Das III./I.R.284 wurde in seiner Stellung bei Iwanowskoje abgelöst und der Abschnitt von der 122.Inf.Div. übernommen.

27.01.1942

Das III./I.R.284, verstärkt durch je einen Zug der 13. und 14.Kp., verließ als letztes Btl. die Newafront am 27.01. zur Verfügung des I.A.K. an der Wolchowfront.

Die Division erhielt den Befehl, den Kommandeur der I.R.287 mit einem Teil seines Regimentsstabes zur Bildung und Führung der Brigade Köchling in den bedrohten Raum südlich Tschudowo an das I.A.K. abzugeben. Der Nachr.Zug des I.R.284 wurde ebenfalls dafür abgegeben.

An der Newa beschränkte sich die Gefechtstätigkeit auf beiderseitiges Störungsfeuer und starke feindliche Spähtrupptätigkeit, die den Feind auf der deckungslosen Eisfläche viele Verluste kostete.

11.02.1942 und 15.02.1942

Stoßtrupps der I.R.283 und 284 drangen in die russischen Stellungen ein und sprengten Bunker.

07.02.1942

Die Reste des II./I.R.287 und der 13./I.R.287, die von der Brigade Köchling mit dem III./I.R.284 aus ihrer Einschließung in Mostki befreit worden waren, kehrten zurück.

17.02.1942

Das I.R.287, ohne sein II.Btl., wurde an das I.A.K. nach Tschudowo zum Kampf gegen durchgebrochene Truppen der russischen 2.Stoßarmee abgegeben. Als Ersatz erhielt die Division das Sicherungsregiment 322 der 281.Sicherungsdivision mit I. und II.Btl. und die 9./I.R.346 der 217.Inf.Div. zugewiesen. Die Division hatte von ihrer eigenen Infanterie nur noch das I.R.283 und das II./I.R.287 an der Newafront.

22.02.1942

Das Div.Kdo.96 erhält den Befehl, den Abschnitt bei Pogostje, bisher 296.Inf.Div., zu übernehmen. Der bisherige Abschnitt an der Newafront wurde der 1.Inf.Div. unterstellt. Das III./I.R.283 wurde sofort nach Pogostje in Marsch gesetzt.

28.02.1942

Der Div.Gef.Std. wechselt in das 30km entfernte Belowo, gleichzeitig mit der Nachr.Abt.196 und der 3./Pz.Jg.Abt.196. Die 3./Pi.Btl.196 wurde nach Senino befohlen. Das I./I.R.283 wurde für den Einsatz bei Pogostje abgelöst.

08.03.1942 - 09.03.1942

Das II./I.R.283 und das II./I.R.287, ferner die IV./A.R.196 wurden in den neuen Div.-Abschnitt in Marsch gesetzt.

11.03.1942

Der Stab des I.R.283 wurde abgelöst und mit der III./A.R.196 ohne die 9.SkiBttr., die am Wolchow stand, herausgelöst.

13.03.1942

Die 13./I.R.283 wird herausgelöst.

17.03.1942

Die 14./I.R.283 wird herausgelöst.

22.03.1942

Oberst Holzhausen gibt sein Kommando bei der A.R.196 ab.

22.04.1942

Die Newa war völlig eisfrei und wieder ein vollwertiges Hindernis an der Front. Der hart umkämpfte Brückenkopf Wyborg wurde durch plan- mäßigen Angriff der 1.Inf.Div. zerschlagen.