3.3. Neugliederung im Kampfraum Pogostje
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Oberst Lasch verlegte seinen Gef.Std., vom Weg nach Schala an den Versorgungsweg nach Konduja, 2km südlich des Mercedessterns. Das II./I.R.287 riegelte den Südrand des Koweinginamoores, nördlich Konduja, zur Sicherung des Artilleriestellungs- und Versorgungsraumes Konduja ab. Die Reste des I./I.R.284 wurde für Spähtruppaufgaben eingesetzt.
Kampfraum Pogostjekessel März 1942
Karte 2 im Register
16.03.1942
Aus befehlstechnischen Gründen wurde aus der 269. und der 96.Inf.Div. die Gruppe Schede gebildet. Der Kdr. der 269.Inf.Div. (Generalleutnant v. Leyser) übernahm den rechten Abschnitt bis einschließlich Pogostje, den mittleren Anschnitt mit Gef.Std. in Winjagolowo Oberstleutnant Andoy, Kdr. des I.R.283 und im linken Abschnitt bis Lodwa war das I.R.469 (269.Inf.Div.) eingesetzt. Der vorgeschobene Gef.Std. wurde hinter die Mitte des ganzen Abschnittes nach Belowo zurückverlegt.
Der russische Druck war im rechten Abschnitt bei der 269.Inf.Div. besonders stark. Die Wegegabel „Mercedesstern“ ging verloren. Bei Winja- golowo wurden die deutschen Linien hinter den Bachgrund des Dubok zurückgedrängt. Im Sumpf- und Waldgelände Konduja schob sich der Russe in westlicher Richtung vor und besetzte die Insel im Kowriginamoor. Die Umfassung des Stützpunktes Winjagolowo zeichnete sich ab.
17.03.1942
Die von der Newafront eintreffende 14./I.R.283 wurde ihrem neuen Abschnitt zugeführt. Die Neugliederung der Infanterie war am 19.03. abge- schlossen, die Gruppe Schede wurde wieder aufgelöst. Die Gliederung der 96.Inf.Div. links neben der 269.Inf.Div. war nun folgende:
Rechts westlich bzw. südwestlich Pogostje:
Kampfgruppe Thieme mit Stab I.R.333 und II./.I.R.283
Gef.Std. (Oberst Thieme) in Winjagolowo
- I./I.R.490
- II./I.R.412
- Teile I./S.R.5
- II./I.R.328
- III./.I.R.322
- Pz.Jg.Abt.563
Links, bis einschließlich Lodwa
- Gef.Std. (Oberstleutnant Andoy) ein Bunker im Wald westlich Maluksa
- I.R.283 mit I. und III.Btl.
- II./I.R.284
Von der Infanterie der 96.Inf.Div. war an dieser Front nur noch das II./I.R.287 nördlich Konduja bei der 269.Inf.Div. eingesetzt.
Die Artillerieabteilungen mussten dort bleiben wo sie standen. Die Gefechtslage und die Wegeverhältnisse ließen einen Stellungswechsel nicht zu. Die Batterien des A.R.196 blieben im Abschnitt der 269.Inf.Div, ein Teil der zum A.R.269 gehörenden Abteilungen im Abschnitt der 96.Inf.Div.
20.03.1943
Das Pi.Btl.196 wurde in die Maluksastellung verlegt und war dort hauptsächlich mit Bauaufgaben beschäftigt, wie z.B. den so genannten „Pionierweg“ mit 7km Länge.
21.03.1942
Der Stab und die 1.Kp. der Pz.Jg.Abt.196 (Major Pautz), die Radf.Schw.196 (Oberleutnant Behm) und die 6./A.R.196 trafen von der Newafront ein. Teile der Pz.Jg.Abt.196 zwischen Kampfgruppe Thieme und Andoys I.R.283 zur Sicherung am Südrand des Malusksinskymoores an der Bahnlinie eingesetzt.
Der Russe setzte seine Angriffe besonders bei der 269.Inf.Div. fort. Während in Konduja die Vorstöße abgewiesen wurden, drangen feindliche Stoßtrupps weiter ostwärts vor. Durchgesickerte Skitruppen griffen das Klosterdorf Markarjewskaja Pustiny an. Die tiefe rechte Flanke der Division war nun ernstlich gefährdet.
In den nächsten Tagen musste die 269.Inf.Div. ihre Linien auf den rechten Flügel weiter zurücknehmen. Die bei Senino eingesetzte IV./A.R.196 hatte starke Verluste, Oberleutnant Bassermann und Leutnant Borchers fielen; auch viel Material, das wegen der Unwegsamkeit nicht mitge- nommen werden konnte, ging verloren.
21.03.1942 - 26.03.1942
Die verstärkte 3.Pionierkompanie als Kampfgruppe Schliep hatte sehr schwere Kämpfe im Kessel von Senino durchzustehen. Zwei schwere Feldhaubitzen, zwei Gebirgskanonen und ein 5cm Pak waren Oberleutnant Schliep zugeteilt. Die Pioniere schlugen sich hervorragend, 5 Panzer wurden im Nahkampf vernichtet. Feldwebel Schmidt zeichnete sich besonders aus.
Das Panzergrab (Bild 112)
26.03.1942
Unter Panzergeleit konnte die Kampfgruppe Schliep aus dem Kessel gezogen werden. Die Verluste waren ungewöhnlich hoch, von 2 Offizieren, 16 Unteroffizieren und 135 Mann blieben 1 – 2 – 7 einsatzfähig, alle anderen waren tot oder verwundet, letztere konnten geborgen werden. Hoch war aber auch die Anerkennung für die erbrachten Leistungen: Zwei Nennungen im Ehrenblatt, 12 E.K. I und 41 E.K. II. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Kompanie 20 Panzervernichtungsabzeichen verdient.
Nun ging auch Konduja verloren. Im Westteil des Kowriginamoores verstärkte der Russe seinen Druck. Mit aller Gewalt hatte er schon einen tiefen Keil in die deutsche Front südlich und südwestlich Pogostje getrieben und strebte die Verbindung mit den eingeschlossenen Truppen am Wolchowkessel an. An dem sich nun bildenden Pogostjekessel war bei der 96.Inf.Div. vor allem der Abschnitt am so genannten „Maulwald“ zwischen Kowriginamoor und dem Makarewskajamoor gefährdet.