96.ID: Geschichte

Übersicht - Divisionsgeschichte

Übersicht - Kapitel II

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Aufgabe der Heeresgruppe Nord unter Feldmarschall Ritter v. Leeb und innerhalb dieser 18.Armee des Generaloberst v. Küchler war es, Hafen und Industriezentrum Leningrads zu nehmen. Hierdurch sollte einmal die russische Ostseeflotte - zwei Schlachtschiffe, drei Kreuzer und eine größere Anzahl von Zerstöreren und U-Booten - ausgeschaltet werden, nachdem sie durch starke Minensperren in ihrer Bewegungsfreiheit erheblich eingeschränkt war, und die deutsche Schifffahrt in der Ostsee gesichert worden ist. Ferner sollte hier die Verbindung mit den finn- ischen Truppen auf der Karelischen Landenge hergestellt werden, der später die Verbindung ostwärts des Ladogasees am Swir zu folgen hatte.

Kampfraum Lissino-Tosno-Kolpino

Als die 96.Division sich zum Angriff gegen die Befestigungen von Leningrad bereitstellte, war gerade die Abschließung bis an das Südufer des Ladogasees herangeschoben worden. Über die Ssinjawinohöhe vorgehend hatte das der 20.I.D. (mot) unterstellte I.R.424 (Oberst Hoppe) am 8.September Schlüsselburg im Sturm genommen. Die Finnen hatten auf der Karelischen Landenge ihre alte Grenze wieder zurück gewonnen und eine taktisch günstige Einschließungslinie im nördlichen Vorfeld von Leningrad in Besitz genommen. Die Landverbindungen waren damit abge- schnitten, nur der Ladogasee bot eine zunächst schwache Verbindung zum weiten Hinterland.

Das Oberkommando der Heeresgruppe Nord beabsichtigte, den Einschließungsring um Leningrad einzuengen. Leeb stellte dafür seine verfügbaren Korps zum Entscheidungsangriff bereit. Zu seiner Unterstützung war die ganze Luftflotte 1 (Generaloberst Keller) auf Zusammenarbeit mit der Heeresgruppe angewiesen.

Das XXVIII.A.K. unter General d.Inf. Wiktorin hatte den Auftrag, mit dem Übergang über die Ishora in die Befestigungen von Leningrad einzu- brechen. Es wurden eingesetzt: rechts die 122.I.D., bei der Oberstleutnant i.G. Schipp v. Branitz, der erste Ia der 96.Div. beim Westeinsatz, 1.Generalstabsoffizier war, in der Mitte die durch Abgabe von 4 Bataillonen und 3 Batterien geschwächte 96.Division und links die 121.Division.

August 1941, Übergang über die Ischora, Vormarsch auf Leningrad (St. Petersburg); die Herbstregen hatten schon eingesetzt. Daher ist der Fluß schon über die Ufer gestiegen. Der Fluß ist ziemlich flach, sodaß Pferdefahrzeuge durchkommen können. Behelfsbrücke über den Fluß im Bau. (Bild 138)