1.2. Vormarsch und Kämpfe m. Partisanen in Rußland

Übersicht - Divisionsgeschichte

Übersicht - Kapitel II

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23.07.1941

Die Masse der Division erreichte ostwärts an Sebesch vorbei Lawischtschi und biwakierte. Für den Abend erging an die Truppe der Befehl zu Fortsetzung des Vormarsches. Seit dem Übergang über die Düna verlief die Marschrichtung fast genau nach Norden. Vom Osten her unter- nahmen die Russen einen Angriff, der das Eingreifen der Division nicht erforderlich machte. Nach Herausziehung des Generalkommandos des XXXXII.A.K. zu anderer Verwendung, setzte die Division den Vormarsch als Reserve der Heeresgruppe Nord unter Generalfeldmarschall Ritter v. Leeb fort.

24.07.1941

Die 96.Inf.Div. überschritt die Welikaja bei Opotschka.

25.07.1941

Noworschew wurde erreicht. In den Wäldern kam es manchmal zu kleinen Schießereien mit versprengten russischen Soldaten und Partisanen.

27.07.1941

Am Abend wurde der Vormarsch wieder auf tiefsandigen Wegen und dunkle Wälder fortgesetzt und der Sorot überschritten. Von Michalkino ging es direkt nach Norden, parallel zur nahen Front der 16.Armee.

29.07.1941

Ostroje ist erreicht worden. An diesem Tag fand das III./I.I.284 (Oberstleutnant Kaumann) an die Division heran.


Vormarsch im Sommer 1941

(Bildquelle: Herr Wolfgang O. - Privatbesitz) - Bild 53 - 54 im Register

(Bildquelle: Herr Wolfgang O. - Privatbesitz) - Bild 55 - 56 im Register

30.07.1941

Die Division blieb im Raum um Ostroje, um die Rollbahn für mot. Kolonnen freizuhalten. Gegen die auch hier umherstreifenden Feindabteilungen wurden verstärkte Sicherungen aufgestellt. Alle Einheiten, auch die Bespannten, stellten Kampfgruppen für infanteristischen Einsatz auf. Vom Kdr. des rückwärtigen Armeegebietes der 16.Armee erhielt die Division den Auftrag, auch die Wälder beiderseits der Marschstraße zu durchkämmen.

30.07.1941 - 04.08.1941

Die 2./I.R.283 unter Oberleutnant Rohwedder führte eine größere Säuberungsaktion durch, bei der sich Leutnant Wendel und Oberfeldwebel Struffert besonders auszeichneten. Auch in anderen Abschnitten kam es zu Gefechten. Beim Durchkämmen eines großen Waldes bei Aschewa stießen Teile der Stabskompanie und des II./I.R.287 des Hauptmann Pfützner im dichten Gehölz auf kürzeste Entfernung auf den Feind und hatten erhebliche Verluste, 13 Tote und ebenso viele Verwundete. Die ersten Gefallenen der Division im Ostfeldzug wurden in Gegenwart von General Schede und Oberst Köchling neben der Straße an einem etwas erhöhtem Punkt zur ewigen Ruhe bestattet.


Die ersten Toten - 13 Gefallene des II./I.R.287

Die ersten Toten - 13 Gefallene des II./I.R.287

05.08.1941

Während des fünftägigen Einsatzes gegen die Partisanen setzten die Marschgruppen der Vormarsch über Sujewo, Dubrowka nach Norden fort. Einzelne willkommene Ruhetage konnten eingeschaltet werden.

06.08.1941

Bei der Stadt Porchow wurde die Bahnlinie Staraja Russa - Pleskau überschritten, dann ging der Vormarsch über Demjanka auf der Straße am Schelon entlang.

07.08.1941

Orschina wurde erreicht. Zu dieser Zeit stand das I.A.K. des Generals d.Inf. Both im Kampf um den Abschnitt an der Mschaga, die bei dem Ort Mschaga in den Schelon mündet.

08.08.1941

Das A.R.196 (ohne I.Abt.) wurde dem I.A.K. unterstellt und von diesem zum sofortigen Einsatz bei der 11.I.D. an der Mschaga befohlen. Noch in der Nacht wurden die Batterien in die Feuerstellungen eingewiesen. Das A.R.196 wurde auf Zusammenarbeit mit dem I.R.23 angewiesen und hatte mit diesem die offene linke Flanke des I.A.K. beim angriffsweisen Übergang der Mschaga in Feuerstellungen ostwärts Lubatschi abzu- schirmen. Ab 6 Uhr waren die Abt. feuerbereit. Die Division setzte an diesem Tage ihren Vormarsch bei strömenden Regen und Gewitter fort. Die Marschgruppen wurden am Nachmittag in den Raum Solzy vorverlegt.

09.08.1941

Oberstleutnant Kaumann verabschiedet sich von seinem III./I.R.284, nachdem er am Vortag zum Kommandeur I.R.422 in der 126.Inf.Div. bei Staraja Russa ernannt worden war. Hauptmann Rutkowski, bisher Chef der 10.Kp, übernahm die Führung des Bataillons.


Ohne die im Einsatz befindlichen Teile stand die Division als Heeresgruppenreserve bereit zu neuen Aufgaben. Seit der Düna war sie weitere 410km marschiert, also etwa 870km seit Überschreiten der ostpreußischen Grenze.

Im August verließ der bisherige Divisionsadjutant, Major Rogalla v. Biberstein, den Stab, um bei einer anderen Division eine Aufklärungsabteilung zu übernehmen. Sein Nachfolger wurde Hauptmann Armbruster, an dessen Stelle Oberleutnant Pahl Regimentsadjutant I.R.284 wurde. Beim Divisionsstab hatte sich inzwischen auch als Dolmetscher der Sonderführer Lohrer eingefunden, der sich freiwillig gemeldet hatte.